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Wo liegen eigentlich Ihre Daten? Warum wir auf souveränes Hosting in Deutschland setzen

Marc Zocher7 Min. Lesezeit

Kurze Antwort: Ihre Website, Ihr CRM und Ihre Anwendungen laufen bei uns auf einer souveränen deutschen Cloud, auf fest gebuchter, dedizierter Hardware in einem deutschen Rechenzentrum, betrieben von der net.DE AG, und nicht bei einem amerikanischen Hyperscaler wie Amazon, Microsoft oder Google. Die komplette Server-, Anwendungs-, Daten- und Backup-Ebene darüber betreiben und kontrollieren wir selbst. Das ist kein Marketing-Detail, sondern eine bewusste Entscheidung mit handfesten Folgen für Datenschutz, Kontrolle und Ausfallsicherheit. In diesem Artikel zeige ich Ihnen ehrlich, wie dieser Aufbau Schicht für Schicht funktioniert, was davon uns gehört und was unserem Rechenzentrumspartner, und warum das für Ihr Unternehmen ein Unterschied ist.

Warum die Frage "wo liegen meine Daten" überhaupt zählt

Die meisten Unternehmen wissen nicht, wo ihre Daten physisch liegen. Sie buchen ein Hosting-Paket oder ein Software-Abo, und alles "ist halt in der Cloud". Das Problem: "Cloud" ist kein Ort, sondern fremde Computer. Und bei den großen amerikanischen Anbietern stehen diese Computer entweder direkt in den USA oder gehören einem US-Konzern, der dem amerikanischen Recht unterliegt.

Das ist relevant, sobald Sie personenbezogene Daten verarbeiten, also Kundendaten, Mitarbeiterdaten, Buchhaltung, Bewerbungen. Der sogenannte CLOUD Act erlaubt US-Behörden unter bestimmten Umständen den Zugriff auf Daten amerikanischer Anbieter, selbst wenn die Server in Europa stehen. Für viele Branchen ist das ein echtes Datenschutzrisiko, für andere zumindest eine unangenehme Grauzone.

Dazu kommt die Abhängigkeit. Wenn Ihre komplette Infrastruktur bei einem Hyperscaler liegt, bestimmt dieser die Preise, die Bedingungen und die Verfügbarkeit. Steigen die Preise oder ändern sich die Konditionen, haben Sie wenig Spielraum.

Was "die Cloud" bei vielen Anbietern wirklich bedeutet

Bei den großen Anbietern liegen Ihre Daten auf einer anonymen, mit unzähligen anderen geteilten Infrastruktur eines US-Konzerns. Und sehr viele Hosting- und Software-Dienstleister buchen selbst nur Kapazität bei einem dieser Hyperscaler und verkaufen sie unter eigenem Namen weiter, oft ohne dass Sie je erfahren, wo Ihre Daten am Ende tatsächlich liegen.

Wir gehen einen anderen Weg, und ich sage Ihnen ganz offen, wie. Auch wir besitzen kein eigenes Rechenzentrum, das wäre für einen spezialisierten Dienstleister unwirtschaftlich und auch nicht unsere Kernkompetenz. Wir buchen stattdessen dedizierte Hardware bei einem deutschen Cloud-Anbieter, der net.DE AG, die die darunterliegende Plattform betreibt. Der Unterschied zum klassischen Weiterverkauf von Hyperscaler-Kapazität liegt in drei Punkten:

Erstens ist das eine deutsche Plattform in einem deutschen Rechenzentrum, betrieben von einem deutschen Unternehmen, kein US-Konzern. Zweitens buchen wir feste, dedizierte Ressourcen, keine beliebig geteilte Shared-Umgebung. Und drittens, das ist der entscheidende Punkt, betreiben und kontrollieren wir die gesamte Schicht darüber selbst: unsere Server, Container, Anwendungen, Daten und Backups. Wir reichen Sie nicht einfach an eine fremde Plattform weiter, sondern verwalten Ihren kompletten Betrieb mit eigener Hand.

Unser Stack in vier Schichten

Stellen Sie sich den Aufbau wie ein Gebäude vor: ein Fundament unten, darauf Etage für Etage, ganz oben die Räume, in denen tatsächlich gearbeitet wird. Bei uns sind das vier Schichten. Wichtig dabei: Die unteren drei stellt unser deutscher Cloud-Partner net.DE AG bereit, die oberste betreiben wir selbst. Genau an dieser Grenze entscheidet sich, wer was kontrolliert.

Schicht 1: Die Hardware (das Fundament)

Ganz unten stehen echte, physische Server in einem deutschen Rechenzentrum, betrieben von der net.DE AG. Wir buchen dort feste, dedizierte Hardware mit klar definierter Rechenleistung und Speicher. Das ist kein anonymer, mit beliebig vielen anderen geteilter Platz bei einem US-Konzern, sondern für uns reservierte Kapazität in Deutschland. Diese Schicht gehört und betreibt net.DE, nicht wir, und das ist gut so: Rechenzentrumsbetrieb mit Stromversorgung, Kühlung und physischer Sicherheit ist ein eigenes Handwerk.

Schicht 2: Ceph, der selbstheilende Speicher

Eine einzelne Festplatte kann kaputtgehen. Das ist keine Frage des Ob, sondern des Wann. Damit ein solcher Defekt niemals zu Datenverlust führt, kommt auf der Plattform eine Technologie namens Ceph zum Einsatz. Sie verteilt jede Datei automatisch mehrfach über viele verschiedene Maschinen.

Der Vergleich aus dem Büroalltag: Ihre wichtigen Unterlagen liegen nicht in einem einzigen Aktenschrank, sondern in mehreren Schränken an verschiedenen Orten, und ein unsichtbarer Assistent hält alle Kopien permanent auf dem gleichen, aktuellen Stand. Fällt ein Schrank aus, merkt das niemand, weil die anderen sofort übernehmen. Auch diese Speicher-Schicht ist Teil der Plattform unseres Partners. Für Sie zählt das Ergebnis: Ein einzelner Plattendefekt führt nicht zu Datenverlust.

Schicht 3: OpenStack, die Cloud-Plattform

Aus dem nackten Blech wird erst dann eine Cloud, wenn eine Software daraus flexibel nutzbare Ressourcen macht. Diese Software heißt OpenStack. Sie ist quelloffen und das gleiche Grundprinzip, mit dem auch die großen Anbieter arbeiten: Aus der vorhandenen Hardware lassen sich in Minuten virtuelle Server, Netzwerke und Speicher erzeugen.

net.DE betreibt diese OpenStack-Plattform. Wir greifen über deren Steuerung darauf zu und richten uns dort selbst ein: Wir erzeugen und konfigurieren unsere virtuellen Server, Netzwerke und Speicher genau so, wie es unsere Projekte brauchen, und können wachsen, wenn ein Kundenprojekt mehr Leistung benötigt. Der entscheidende Punkt: Es ist eine deutsche, von einem deutschen Unternehmen betriebene Cloud, kein Mietverhältnis bei einem US-Hyperscaler.

Schicht 4: Unsere Server und Ihre Anwendungen (das, was wir selbst betreiben)

Hier beginnt unser Bereich. Auf der Plattform richten wir mehrere virtuelle Server mit klar getrennten Aufgaben ein: einer kümmert sich um den sicheren Zugang, einer um Websites, einer um Anwendungen mit Datenbanken, einer um größere Software-Produkte. Jede Aufgabe hat ihren eigenen Bereich, sauber voneinander abgegrenzt.

Darauf laufen schließlich Ihre konkreten Dinge: Ihre Website, Ihr CRM, Ihre Automatisierungen, Ihre individuelle Software. Jedes Projekt sauber isoliert, automatisch mit Sicherheitszertifikaten versehen und mehrfach gesichert. Diese gesamte Schicht, von der Konfiguration der Server über die Container bis zu Ihren Daten und den Backups, betreiben, sichern und verantworten wir selbst. Das ist der Teil, den wir vollständig in der Hand haben, und genau der Teil, den die meisten Anbieter an einen US-Hyperscaler oder ein fertiges SaaS-Produkt abgeben.

Was dieser Aufbau konkret für Sie bedeutet

Vier Schichten klingt nach Technik. Für Sie als Unternehmer zählt aber, was unten dabei herauskommt:

Ihre Daten bleiben in Deutschland. Physisch, bei einem deutschen Betreiber, unter deutscher Jurisdiktion. Das vereinfacht die DSGVO-Konformität erheblich und nimmt das Thema CLOUD Act vom Tisch.

Dedizierte statt anonyme Ressourcen. Sie teilen sich keinen undurchsichtigen Platz mit unzähligen Fremden auf der Infrastruktur eines Konzerns, sondern laufen auf fest gebuchter Hardware in Deutschland.

Ausfallsicherheit ist eingebaut. Durch Ceph führt ein einzelner Hardware-Defekt nicht zu Datenverlust. Zusätzlich sichern wir nach dem bewährten Prinzip "drei Kopien, zwei Medien, eine außer Haus", inklusive regelmäßiger Wiederherstellungstests. Ein Backup, das nie zurückgespielt wurde, ist kein Backup.

Keine künstlichen Grenzen. Keine Begrenzung von Zugriffen, Workflow-Ausführungen oder Datenvolumen, wie sie bei vielen Abo-Modellen üblich sind. Sie werden nicht dafür bestraft, dass Ihr Geschäft wächst.

Ein Ansprechpartner, der den oberen Stack selbst betreibt. Wenn es ein Problem auf Ihrer Server- oder Anwendungsebene gibt, handeln wir direkt, ohne den Umweg über eine anonyme Hyperscaler-Hotline. Nur für die Plattform selbst stehen wir mit unserem deutschen Partner in Kontakt, einem Unternehmen, das man tatsächlich erreichen kann.

Planbare Kosten. Stabile, nachvollziehbare Preise ohne die typischen versteckten Gebühren für jeden zusätzlichen Zugriff.

Die ehrliche Kehrseite

Fairerweise: Wir besitzen kein eigenes Rechenzentrum, und das ist eine bewusste Entscheidung. Strom, Kühlung, physische Sicherheit und Hardware-Austausch selbst zu stemmen, wäre für einen spezialisierten Software- und Hosting-Dienstleister unwirtschaftlich und würde uns von dem ablenken, worauf es ankommt. Die Kunst liegt darin, ein souveränes, deutsches Fundament zu wählen und genau die Schicht selbst zu betreiben, die für Ihre Daten und Ihren Betrieb entscheidend ist: Server, Anwendungen, Daten und Backups.

Und ganz ehrlich: Wenn Sie nur eine einfache, statische Visitenkarten-Website brauchen, auf der keine sensiblen Daten verarbeitet werden, ist die Frage nach dem Serverstandort weniger dramatisch. Sobald aber Kundendaten, Bewerbungen, Buchhaltung oder eine individuelle Anwendung im Spiel sind, wird sie wichtig.

Der nächste Schritt

Wenn Sie wissen wollen, wo Ihre Website oder Ihre Anwendung heute eigentlich läuft, und ob ein Umzug auf eine souveräne deutsche Infrastruktur für Sie sinnvoll ist, schauen wir uns das gemeinsam an. In einem kostenlosen Erstgespräch klären wir, welche Daten Sie verarbeiten, welche Anforderungen Sie haben und ob sich der Wechsel lohnt. Manchmal ist das ehrliche Ergebnis: "Für Ihren Fall reicht Ihr aktuelles Hosting völlig." Auch das sagen wir Ihnen.


Marc Zocher ist Gründer der Smartbetrieb GmbH und Unternehmensberater bei digitaladvisor.de. Er entwickelt individuelle Software für den Mittelstand und betreibt die dafür nötige Server- und Anwendungsinfrastruktur selbst, auf souveräner, deutscher Cloud-Infrastruktur.

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Marc Zocher

Geschäftsführer bei Smartbetrieb GmbH. Experte für Prozessautomatisierung und digitale Transformation im Mittelstand. Berät Handwerksbetriebe und KMU in der Region Hannover.

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